OSR133 Lambert Heller vom Open Science Lab der TIB [DE]

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Den meisten Menschen die sich, vor allem Deutschland, mit dem Themenkomplex Open Science beschäftigen, dürfte Lambert Heller in den letzten Jahren mehrfach über den Weg gelaufen sein. Mit seinem institutionellem Anker in der Technischen Informationsbibliothek (TIB) ist Lambert ein extrem umtriebiges und aktives Mitglied der Bibliotheksszene wie auch der Open Science Community. Von daher war es schon lange überfällig (und ebenso lange geplant), dass wir uns mal ein wenig Zeit nehmen und mit ihm über seinen Werdegang, seinen Job als Leiter des Open Science Lab an der TIB und die damit verbundenen Projekte sowie seine vielseitigen sonstigen Aktivitäten unterhalten.

Die Episode ist leider deutlich zeitversetzt zur Aufnahme veröffentlicht, daher sind alle zeitlichen Angaben relativ.

Viel Spaß!


Episode Info:
Duration 1:27:04
Recorded on 09-11-2018, Published on 10-12-2018


Downloads:

Teilnehmer:
avatar Matthias Fromm Thomann Wishlist Icon Amazon Wishlist Icon
avatar Konrad Förstner
avatar Lambert Heller

Shownotes:

Begrüßung

00:00:00

Lambert Heller;.

Workshops

1:02:13

Leibniz-Gemeinschaft; — Scholarly Communication Workshops; — Bibliometrie; — San Francisco Declaration on Research Assessment (DORA);.

Epilog

1:26:19


Verknüpfte Episoden:

Kommentare 4

  1. hey, das pdf-bashing kann ich nicht nachvollziehen.
    Für den Zweck, für den es designt wurde, macht pdf seine Sache gut.
    Etwas anderes ist, ob pdf immer die richtige Auswahl ist, die getroffen wird.
    Das sagt doch aber nichts über die Qualitäten des Formats selbst aus.

    pdf zu wählen kann durchaus sinnvoll sein: man hat solide den Output auf dem Drucker (oder auch nur Bildschirm),
    den man erzeugt hat. Man kann es nicht so ohne weiteres ändern – das hat durchaus Vorteile, wenn man an die Situation denkt, daß man *.doc mal schnell ausdrucken will, und dabei dann versehentlich das Dokument zermanscht. Nicht-Änderbarkeit ist hier also ein Vorteil,
    auch, wenn es ansonsten keine Möglichkeit gibt, das Dokument vor nicht nur versehentlicher, sondern gar böswilliger Veränderung zu schützen. Das wird so zumindest erschwert.
    Heutzutage würde man vermutlich eher ein Dokument signieren, aber wie lange ist dieser Weg denn schon verfügbar?
    Und wird das heutzutage bereits flächendeckend umgesetzt?

    Man kann sogar Textfiles in pdf embedden. Da liessen sich also womöglich die Lieblingsdatenformate zusätzlich, oder der Quellcode aus dem Paper einbetten (vorausgesetzt, pdf erlaubt genügend große Text-Objekte einzubetten (bin mir da nicht sicher über eine ggf. vorhandene max. Größe)).

    Wer also kein pdf in den Publikationen mag, muß da IMO woanders ansetzen, als über pdf zu ranten.

  2. Danke, Oliver. Ich muss mir die Stelle wahrscheinlich nochmal anhören, aber so aus dem Stehgreif. Ja, PDF hat auch seine Vorteile. Problem ist wenn _nur_ PDF angeboten wird. Dann hat man Probleme mit dem maschinellen auslesen. PDF/A-3 ermöglicht das einbinden von beliebigen Datein und könnte hierfür Lösung (z.B. dass man den Inhalt noch als XML rein-containert). Aber auch als Leser finde ich persönlich viele Vorteile in einer (gut designten) HTML-Repräsentation. Schau Dir mal eine Paper bei elife and und nutze den “side by side” view (nennt sich bei den “Lens”) an (z.B. https://lens.elifesciences.org/41378/). Da kann man schön zwischen Text und Referenzen anklicken und anzeigen lassen.

  3. Hallo Konrad, also ich bin durchaus ein Freund vom Lesen auf Papier. Taktile Erfahrung plus die Möglichkeit, dort recht einfach Notizen / Korrekturen / Anmerkungen drauf abzulassen.
    Das Beispiel von Dir mit dem zweispaltigen html ist allerdings sehr praktikabel!

    Übrigens gab’s beim 35C3 einen Vortrag zu closed/ope Science, der auch schon als aufgemöbeltes Video zu sehen ist:
    Locked up science
    https://media.ccc.de/v/35c3-9599-locked_up_science

    Letztendlich ist das ganze Gestreite um pdf vs. html vs xml nur die Oberfläche von Wissenschaft, das ganze Open-Science/Open-Data-zeugs ist zwar wichtig und IMO ununmgängliche Voraussetzung für “echte Wissenschaft” und effiziente Wissenschaft.
    “Wir” (als Gesellschaft (international)) stehen also bisher bzgl. Wissenschaft auf der Bremse.
    Wie in oben erwähntem Video erwähnt, ist immernoch der Großteil der Wissenschaft hinter der Paywall.

    Aber es ist dennoch alles oberflächlich, in dem Sinne, daß das Papers lesen oftmals viel Zeit erfordert,
    und das eigentliche, was so ein Paper aussagt (aussagen will) doch ist, daß es bestimmte Implikationen gibt,
    im Sinne kausaler Zusammenhänge, die sich logisch (Mathe) oder stochastisch (Empirie) ergeben.

    Eine wirklich zukunftsweisende Wissenschaft müsste also nicht nur freien Zugriff auf die Forschungsergebnisse geben, sondern auch die im Paper postulierten Aussagen (“Conclusio”) in möglichst formaler Weise ebenso verfügbar machen (XML -> das liesse sich dort mit unterbringen).
    Dann liessen sich auch nicht nur automatisch getaggte Papers zusammen suchen lassen, sondern man könnte dann gleich automatisch die Schlüsse ziehen.

    Also nicht (nur): “Hallo Science-Suchmaschine, gib mir mal bitte alle Papers mit den Tags foo bar und baz”.

    Sondern auch: “Hallo Suchmaschine, gib mir mal alle Papers, die aussagen, daß foo und bar mit p > 0.9 zu baz führen”

    Bzw: warum soll man sowas noch von Hand anfragen, liesse sich dies doch sofort bei Einspielen eines Papers in den großen Science-Papers-Pool sowas automatisch checken und man bekommt dann gleich eine Notification: “Der erhoffte Zusammenhang, der an Deinem Paper noch unklar war, lässt sich mittlerweile als gesichert ansehen. Damit sind die Voraussetzungen für Dein Research an Punkt (x.y), Abschnitt blubb, Seite z erfüllt.”

    Das Paper dann fertig zu stellen und mit feinster Typographie auf Papier zu bringen, Poster inclusive, gibt’s dann noch als Sahnehäubchen oben drauf.

  4. Man müsste da halt noch methodisch mal drüber schauen. Die Notification sollte wohl besser nicht sagen,
    der Zusammenhang sei nun gesichert, nur weil eine Studie einen Zusammenhang gefunden hat mit p = soundso.
    Mein Fokus war, was denn als Metadaten mit bereit gestellt werden sollte, um bei der Papersuche unterstützt zu werden,
    bzw. was denn noch so möglich ist.
    Methodenunsinn sollte man natürlich nicht einbauen.

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